Energieeinsparung und -effizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen

EFRE

Mit diesem Förderprogramm werden Investitionen öffentlicher Träger in die energetische Sanierung oder den Neubau von Nichtwohngebäuden im Rahmen von innovativen Modell- bzw. Pilotvorhaben sowie die Sanierung oder Neuanschaffung von Anlagen, die der energetischen Versorgung dienen, unterstützt.

Zielsetzung

Ziel ist es, Anreize für investive Maßnahmen von öffentlichen Trägern zu setzen, die zu einer erheblichen Energieeinsparung bzw. Verbesserung der Energieeffizienz sowie zu einer spürbaren Reduzierung des CO2-Ausstoßes führen.

Was wird gefördert?

Folgende Vorhaben werden gefördert:

  • Investitionen in die energetische Sanierung oder den Neubau von Nichtwohngebäuden einschließlich Sanierung oder Neuanschaffung von Anlagen, die der energetischen Versorgung vorgenannter Gebäude dienen
  • Speicherung erneuerbarer Energien am Ort ihrer Entstehung
  • Errichtung von Anlagen zur Gewinnung von Wärme aus regenerativer Energie inklusive der Errichtung von Wärmenetzen einschließlich der dazugehörigen Erstellung von Wärmekonzepten
  • Investive Maßnahmen zur Energieeinsparung und –effizienz bei öffentlichen Abwasseranlagen

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben in der Regionenkategorie „Stärker entwickelte Region“ und von bis zu 60 % in der Regionenkategorie „Übergangsregion“.
Bei sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen beträgt die Förderung mindestens 50.000 und bei Kultureinrichtungen mindestens 25.000 Euro.

Fördervoraussetzungen

Es werden nur solche Vorhaben gefördert, deren erwartete Energieeinsparung mindestens im Verhältnis von 140 t CO2-Äquivalenten pro Jahr und einer Million Euro Investitionssumme liegt. Ein Nachweis ist zwei Jahre nach Abschluss des Projektes durch den Antragsteller, das beauftragte Ingenieur- / Planungsbüro oder durch den Sachverständigen vorzulegen.
Bei Abwasseranlagen muss die Energieeinsparung bei einer Ausbaugröße größer 10.000 EW mindestens 30 t CO2-Äquivalente pro Jahr und Anlage betragen, bei einer Ausbaugröße kleiner gleich 10.000 EW mindestens 20 t CO2-Äquivalente pro Jahr und Anlage.
Bei Antragstellung ist ein Gutachten eines Sachverständigen mit der besonderen Sachkunde auf dem Gebiet der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien vorzulegen. Ein Sachverständigengutachten des mit der Planung der Maßnahme beauftragten Ingenieur- oder Planungsbüros genügt hierfür nicht.
Geeignete Sachverständige finden Sie auf der Website der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank). Handelt es sich um Ersatzneubauten, werden innovative Modell- und Pilotvorhaben nur in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen oder Hochschulen
gefördert. Bei reinen Neubauten ist ein Vergleich mit einem Bestandsgebäude nicht möglich, sodass keine CO2-Einsparung erfolgt und eine Förderung nicht in Betracht kommt.

Geförderte Projekte

In diesem Program wurden bisher 73 Projekte verwirklicht.

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Antragsberechtigte

  • Kommunen und andere juristische Personen des öffentlichen Rechts
  • Gemeinnützige Organisationen
    („Non Profit Organisationen“ i.S.v. § 5 Abs. 1 Nr. 9 Körperschaftssteuergesetz)
  • Soziale und gesundheitliche Einrichtungen
  • Kultureinrichtungen
  • Juristische Personen des Privatrechts in Fällen, in denen sich die öffentliche Hand einer privaten Rechtsform bedient

Antragstellung

Antragsfristen werden auf der Website der Investitions- und Förderbank Niedersachsen
(NBank) bekannt gegeben. Grundsätzlich
können Anträge bei der NBank jeweils zum 30.04. und 30.11. eines Jahres gestellt werden.

Bewilligungsstelle

Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank)
www.nbank.de

Weitere Hinweise

www.nbank.de/Öffentliche-Einrichtungen/Energie-Umwelt/Energieeinsparung-und-Energieeffizienz-bei-öffentl.-Trägern-sowie-Kultureinrichtungen

Beispielprojekte in diesem Förderprogramm:

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Energetische Sanierung Bonhoefferhaus

Geplante Maßnahmen beim Bonhoefferhaus sind u.a. die Erneuerung einiger Fenster, Dämmung des Daches, LED-Beleuchtung und PV-Anlage.

Region: Leine-Weser
Landkreis: Nienburg (Weser)
Projektträger: Evangelische Heimvolkshochschule Loccum

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Errichtung einer Anlage zur Klärschlammfaulung

Verfahrensumstellung von aerober auf anaerober Schlammstabilisierung auf den KA Worpswede und Hambergen

Region: Lüneburg
Landkreis: Osterholz
Projektträger: Wasser- und Abwasserverband Osterholz

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Energetische Sanierung Altbau

Der Gebäudeteil Altbau mit Seminar- und Übernachtungsräumen soll wärmegedämmt und anschließend modernisiert und barrierefrei gestaltet werden.

Region: Braunschweig
Landkreis: Göttingen
Projektträger: HVHS Mariaspring

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