Sanierung von Brachflächen durch Beseitigung von Umweltschäden

EFRE

Mit dem Förderprogramm „Brachflächenrecycling“ werden Investoren und Gebietskörperschaften bei der Sanierung schadstoffbelasteter Brachflächen unterstützt, um sie einer nachhaltigen Nachnutzung zuzuführen.

Zielsetzung

Die Förderung zielt darauf ab, Industriebrachen und ungenutzte Gewerbeflächen, die mit Schadstoffen belastet sind, wieder als Wohn- und Gewerbegebiete, als Freiraum oder grüne Infrastruktur zu nutzen. Es werden Anreize geschaffen, trotz eines hohen Sanierungsaufwands Umweltschäden zu beseitigen, damit die Flächen wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden.

Was wird gefördert?

Folgende Vorhaben werden gefördert:

  • Sanierung verschmutzter Brachflächen (einschließlich Konversionsflächen) zur Beseitigung von Umweltschäden und zur nachhaltigen Nachnutzung (bauliche Nachnutzung, Schaffung von Freiräumen und grüner Infrastruktur)
  • Erforderliche Detailplanungen und Überwachungsmaßnahmen
  • Gebäudeabbrüche, soweit die Ausgaben hierfür die übrigen zuwendungsfähigen Ausgaben nicht übersteigen

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von bis zu 60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben in der Regionenkategorie „Stärker entwickelte Region“ und von bis zu 75 % in der Regionenkategorie „Übergangsregion“.

Fördervoraussetzungen

Wesentliche Voraussetzungen zur Förderung sind:

  • Die förderfähigen Ausgaben für ein Vorhaben müssen zum Zeitpunkt der Bewilligung mindestens 50.000 Euro betragen.
  • In einem Nachnutzungskonzept ist darzustellen, inwiefern die Fläche einer nachhaltigen Nachnutzung zugeführt werden soll. Zudem hat das Konzept die einvernehmliche Abstimmung mit der jeweiligen Gebietskörperschaft und ihren Entwicklungszielen nachzuweisen. Ferner erläutert es, inwiefern die geplante Nachnutzung der Regionalen Handlungsstrategie des jeweiligen Amtes für regionale Landesentwicklung entspricht.
  • Es darf keinen Antragssteller oder Dritten geben, der zur Durchführung des Vorhabens verpflichtet ist und dem gegenüber diese Verpflichtung durchsetzbar ist.
  • Soweit zur Durchführung eines Vorhabens Sachverständige hinzugezogen werden, müssen diese nach § 18 Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) anerkannt sein.
  • Handelt es sich um eine Altlast, muss diese im Altlastenkataster geführt werden. Zudem ist eine Gefährdungsabschätzung entsprechend § 9 BBodSchG und den Bestimmungen der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung erforderlich.

Geförderte Projekte

In diesem Program wurden bisher 31 Projekte verwirklicht.

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Antragsberechtigte

  • Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse
  • Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
  • Juristische Personen des privaten Rechts

Antragstellung

Antragsfristen werden auf der Website der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) bekannt gegeben.

Bewilligungsstelle

Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank)
www.nbank.de

Weitere Hinweise

www.nbank.de/Öffentliche-Einrichtungen/Energie-Umwelt/Brachflächenrecycling-Sanierung-von-verschmutzten-Flächen

Beispielprojekte in diesem Förderprogramm:

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Wiedernutzung einer ehemaligen Deponie in Burgdorf

Wiedernutzung einer ehemaligen Deponie in Burgdorf zu Wohnzwecken

Region: Leine-Weser
Landkreis: Hannover
Projektträger: Deutsche Reihenhaus AG

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Revitalisierung des Altstandortes „Industriestraße 4“ in Duingen

Revitalisierung des Altstandortes und Nachnutzung des Standortes für den kommunalen Bauhof sowie für gewerbliche Zwecke

Region: Leine-Weser
Landkreis: Hildesheim
Projektträger: Samtgemeinde Leinebergland

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Dekontamination der Brachfläche am ehem. Bahngelände in Wulfsen

Bodenaustausch auf einer kontaminierten Brachfläche am ehemaligen Bahngelände in Wulfsen zur Nachnutzung als Wohnbauland.

Region: Lüneburg
Landkreis: Harburg
Projektträger: Gemeinde Wulfsen

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