Interreg A Deutschland-Nederland

Das Kooperations-Programm „Deutschland-Nederland“ unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen - insbesondere KMU - Organisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Universitäten sowie Verwaltungen, Vereinen und Schulen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Gefördert werden konkrete Projekte, in denen miteinander gemeinsame Herausforderungen angegangen bzw. Problemlösungen erarbeitet werden.

Zielsetzung

Ziel des Programms ist, die Herausforderungen im Programmgebiet gemeinsam anzugehen und gemeinsame Lösungen für anfallende Problemstellung zu erreichen. Für die Umsetzung des Kooperationsprogramms „Deutschland-Nederland“ wurden daher folgende politischen Ziele ausgewählt:

Ein wettbewerbsfähigeres und intelligenteres Europa: Die hervorragende Wettbewerbsposition der deutsch-niederländischen Grenzregion in Europa soll genutzt werden, um eine starke, wettbewerbsfähige und nachhaltige Ökonomie im Programmgebiet zu erhalten und auszubauenDabei soll die nachhaltige Wirtschaft und Digitalisierung vorangebracht werden. 

Ein grüneres, CO2-armes und widerstandsfähiges Europa: Um nachfolgenden Generationen eine saubere, lebenswerte Umwelt zu erhalten, soll die Kreislaufwirtschaft im Programmgebiet vorangetrieben werden. Ziel ist es, Recycling in allen Bereichen weiter auszubauen, um eine möglichst vollständige Kreislaufwirtschaft zu erhalten. Die Anpassung an den Klimawandel im Programmgebiet soll durch gemeinsame Lösungen zur Energiewende erreicht werden.

Ein sozialeres und inklusiveres Europa: Es soll für alle Generationen eine attraktive und lebenswerte Grenzregion geschaffen werden, indem Lösungen zur Begegnung der heterogenen Herausforderungen, die sich aus diesen Unterschieden und der demografischen Entwicklung ergeben, entwickelt werden. Dabei ist es wichtig, einen grenzenlosen Arbeitsmarkt und eine grenzenlose Denkweise zu fördern. Hierzu soll die grenzübergreifende Mobilität verbessert werden und der Abbau von Grenzbarrieren z.B. beim Zugang zu Pflege oder zu Beschäftigung und Ausbildung, vorangebracht werden. 

Ein bürgernäheres Europa im Grenzgebiet: Um das Ziel des Zusammen(-)Wachsens im Programmgebiet zu erreichen, birgt enge Zusammenarbeit über die Grenze hinweg  bei der Bewältigung von Problemen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Katastrophenhilfe großes Potential. Auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Tourismus sowie im Rahmen der Governance auf regionaler und lokaler Ebene ist von enormer Wichtigkeit für das Zusammen(-) Wachsen in der Grenzregion.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Vorhaben, die

  • zur Entwicklung und zum Ausbau der Forschungs- und Innovationskapazitäten beitragen und die Einführung fortschrittlicher Technologien zur Folge haben
  • der Steigerung des nachhaltigen Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie der Schaffung von Arbeitsplätzen in KMU, unter anderem durch produktive Investitionen, dienen
  • sich mit der Anpassung an den Klimawandel und der Katastrophenprävention und der Katastrophenresilienz unter Berücksichtigung von ökosystembasierten Ansätzen beschäftigen
  • den Übergang zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft zu Thema haben
  • der Verbesserung der Effektivität und des inklusiven Charakters der Arbeitsmärkte und des Zugangs zu hochwertigen Arbeitsplätzen durch Entwicklung sozialer Infrastruktur und Förderung der Sozialwirtschaft dienen
  • die Verbesserung des gleichberechtigten Zugangs zu inklusiven und hochwertigen Dienstleistungen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie das lebenslange Lernen durch die Entwicklung barrierefreier Infrastruktur zum Inhalt haben
  • den gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung und Förderung der Resilienz von Gesundheitssystemen sicherstellen sowie sich mit dem Übergang von institutioneller Betreuung zur Betreuung in der Familie und in der lokalen Gemeinschaft beschäftigen
  • die eine Verbesserung der Effizienz der öffentlichen Verwaltungsstellen durch Förderung ihrer Zusammenarbeit auf den Gebieten Recht und Verwaltung sowie der Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern, den Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft und den Institutionen, insbesondere mit dem Ziel der Beseitigung rechtlicher und sonstiger Hindernisse in Grenzregionen, bewirken wollen
  • den Aufbau gegenseitigen Vertrauens, insbesondere durch Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern nach sich ziehen sollen (people-to-people-Projekte)

Wie wird gefördert?

Gefördert wird mit einem Zuschuss, der anteilig zu den Gesamtausgaben bewilligt wird.

Die Förderquote beträgt je nach Förderbereich maximal 50-70 % (EU-Mittel und Nationale Kofinanzierung durch Länder und Provinzen). Die Finanzierung eines Projektes setzt sich immer aus einem Eigenbeitrag der Partnerinnen und Partner, EU-Fördermitteln und ggfs. auch aus nationalen Fördermitteln (z.B. von Ministerien und Provinzen) zusammen.

Fördervoraussetzungen

Voraussetzung für die Förderung ist, dass eine Kooperation zwischen mindestens einer oder einem deutschen (in Niedersachsen grundsätzlich Region Weser-Ems) und einer oder einem niederländischen Partnerin oder Partner stattfindet. Darüber hinaus müssen die Ergebnisse der Grenzregion zugutekommen.

Programmstatus

aktiv

Förderzeitraum

2021 - 2027

Fonds

Dies ist der EU-Fonds oder das Programm, aus dem die Fördermittel stammen.

Antragsberechtigte

  • Einrichtungen des öffentlichen oder privaten Rechts
  • Stellen mit oder ohne Rechtspersönlichkeit
  • natürliche Personen

Antragstellung

Beratung und Antragstellung beim Regionalen Programmmanagement (RPM) in der Ems Dollart Region und in der EUREGIO deutschland-nederland.eu/kontakt 

Im Wettbewerb stehende Unternehmen werden nur im Rahmen von

  • Kooperationen mit Universitäten / Fachhochschulen / Forschungseinrichtungen / Transferstellen und sonstigen Bildungseinrichtungen oder
  • Kooperationsprojekten von Unternehmen, die gemeinsam – entsprechend den Förderzielen des Kooperationsprogramms – ein Projekt durchführen gefördert.

Weitere Hinweise

Weitere Informationen finden Sie hier:

Projekte aus dem Förderangebot: Interreg A Deutschland-Nederland

BOOSTing grenzüberschreitender Wasserstoff in Industrie, Forschung und Bildung (BOOST)

Projektträger: IHM engineering GmbH
Projektstandort: Lingen (Ems), Stadt